wir wollen

Mall Anders

lernen





Wir sagen erstmall Danke und Tschüss!



Mall Anders war ein innovatives Lehr- und LernLabor ohne Vorgänger – ein echter Pionier. Seit der Eröffnung im Dezember 2021 fanden auf der Projektfläche über 250 Veranstaltungen statt, die sich in ihrer Vielfalt nur schwer zusammenfassen lassen.
Möglich wurde das dank Studierenden der Berliner Universitäten, weltweit führenden Spitzenforschern aus Berlin, Vertretern aus Wirtschaft, Politk, Zivilgesellschaft und Kunst die sich engagierten und einbrachten. 

Doch ohne Besucherinnen und Besucher wäre das alles für die Katz gewesen. Deshalb danken wir allen Menschen die mit uns neugierig waren, uns ein oder mehrmals begleiteten und Leben in den Laden brachten! Die zentrale Idee bestand darin, Lernprozesse aus dem „geschützten“ Raum des Universitätscampus in die Mitte gesellschaftlicher Abläufe (z.B. Shopping, Konsum) zu überführen und die Begegnung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu erleichtern.

Wissenschaft steht gerade heute vor der Herausforderung, die eigenen Ergebnisse mit der Gesellschaft zu teilen und sie zur Diskussion zu stellen, wenn in Zeiten großer Verunsicherung und Krisen z.B. Pandemie, Coronaleugnung, Kriege und Fake-News etc., Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Debatte von vielen Menschen nicht mehr akzeptiert oder in ihrem Wert anerkannt werden.

Aber auch die Universität als Organisatuon steht vor Umbrüchen und Veränderungen. Sich an einem Ort außerhalb der Komfortzone mall anders zu begegnen und diskutieren zu können, unterstützt diese Veränderungen. In einer Shopping Mall zu Gast sein zu dürfen, die genauso offen für Veränderungen ist, war ein Privileg. Deshalb sprechen wir auch hier ein großes Danke an das Center Management und den Eigentümer aus wie auch an den Bezirk, der diesen Experimentierort als temporären Teil des Campus Charlottenburg unterstützt hat.

Ein sieben Monate währendes Experiment muss nun ausgewertet werden. Deshalb hat die Mall Anders ihre praktische Wirkstätte verlassen und wird zur langsam verblassenden Erinnerung. Ein Speicher der Erinnerungen wird diese Website sein, die wir nun in den Dokumentationsmodus umbauen. Hier wollen wir unsere Erfahrungen für weiteren Wandel zur Verfügung stellen.

Bis wir soweit sind, bitten wir jedoch um etwas Geduld. Wer uns die Zeit mit Anekdoten, Feedback und Kritik versüßen möchte, erreicht uns weiterhin.

Das Team hinter Mall Anders


Per Mail - hallo@mall-anders.berlin
@mall-anders auf Instagram




© Matthew Crabbe / Mall Anders






© Matthew Crabbe / Mall Anders

Palmenforschung in Stadt und Mall




Palmen in Berlin!? Was zunächst unwahrscheinlich klingt, ist das wissenschaftliche Sujet des Künstlers und Stadtforschers Yann Colonna. Wer mit offenen Augen durch die Stadt flaniert, findet in Berlin bewegte und bewegende Palmengeschichten. Nach Interpretation und Deutung liegt die Kunst in der Komposition eines neuen Narrativs über Palmen, Fremdheit, Konsum, Macht und Utopien. Im Zentrum der Überlegung stehen die Produktion von Selbst- und Fremdbildern, Identitäten und Gemeinschaften.  Mit performativen Vorträgen in der Öffentlichkeit verschmelzen Wissenschaft und Alltag miteinander und das Stadterleben wird auf der Wahrnehmungsebene in Situ zu verändert.

Palmen haben eine starke Anziehungskraft auf Menschen. Das gilt für traditionelle sowie moderne Gesellschaften. Ausgehend von ihrer wichtigen Funktion als kostbarer Rohstoff ist die Palme zum Symbol für Wohlstand und Macht in einer vom Westen dominierten post-kolonialen Weltordnung geworden. Palmenforschung stellt den Versuch dar, Palmen und Palmenrepräsentationen im urbanen Alltag Berlins festzuhalten und ihre Symbolik zu entschlüsseln. Mehr als von sich selbst, erzählen die Palmen Geschichten über Menschen und ihrem symbolischen und praktischen Verhältnis zur Umwelt. An Palmen lassen sich existenzielle Fragen bearbeiten: Was sind wir? Wo sind wir? Wann sind wir? Woher kommen wir? Wohin wollen wir? Wie wollen wir leben?

Als Sehnsuchtssymbol und Ökotop hat die Palme auch im Konzept von Mall Anders ihren konzeptionellen Platz gefunden. In seiner performativen Vortragsreihe Palmenforschung lenkt Yann Colonna unseren Blick auf unterschiedlichen Netzwerke aus Palmen, Menschen, Dingen und Geschichten, die sich als urbane Assemblagen in Berlin manifestieren. Zwischen Palmen der Macht, Palmen in der Konsumgesellschaft oder dem Zusammenhang von Palmen und Fremdheit in Berlin sucht der Künstler und Stadtforscher auch nach einem eigenem Palmen-Narrativ, das einen neuen Blick auf die Welt wirft und versucht vermeintliche Widersprüche aufzuheben.  

Yann Colonna ist in erster Linie ein Grenzgänger. Das gilt sowohl für seine persönliche Biografie, durch die er sich immer wieder in kulturellen Zwischenräumen befindet, als auch für seine Arbeit, die sich immer zwischen den Disziplinen bewegt und vermittelt. Das Leben zwischen Frankreich und Deutschland und lange Auslandaufenthalte haben ein Gespür dafür hinterlassen, was es bedeutet „der Andere“ zu sein, und den analytischen Blick für kulturellen Phänomene geschärft. Als Kind der Großstadt versucht er durch das Studium der Urbanistik und Geschichtswissenschaften einen inhaltlichen Zugang zu finden. Seine Praxis ist hingegen als Performance-Kunst zu verstehen, die auf der Ebene der imaginären Stadt ansetzt und diese zu gestalten sucht. Stadtentwicklung und -planung werden zu poetischen Aufgaben, die ohne Bagger und Beton auskommen.



erst Mall umbauen!


Bis 01.12.2021 wurde Mall Anders im Rahmen von einem interdiziplinären Seminar von Studierenden des Natural Building Labs umgestaltet. Ziel der Lernveranstaltung war eine temporäre und reversibele Rauminfrastruktur zu realisieren, die unterschiedlichste Nutzungen wie z.b Veranstaltungen, Talks, Vorträge, Workshops, Ausstellungen, Performances und viel mehr ermöglicht.





© Matthew Crabbe / Mall Anders

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